Die Entwicklung der Bekleidungsindustrie am Bayerischen Untermain ist in ihrer Geschichte einzigartig in Deutschland.

Wir wollen der Arbeit vieler Generationen von Frauen und Männern, die ihr Leben mit und um die Schneiderei gestaltet haben ein würdiges Denkmal setzen: 

Das „Zentrale Bekleidungs- und Modemuseum“ wird die Geschichte der Schneiderei und die Geschichte der Mode lebendig machen.

Das Museum wird 2 Hauptabteilungen enthalten:

1. Die Schneiderei und die Bekleidungsindustrie
2. Die Geschichte der Mode

1. Die Schneiderei und die Bekleidungsindustrie

Ein junger Mann aus Miltenberg arbeitete 1494 - 96 als Lehrling bei einem Schneidermeister in Aschaffenburg. Sein Meister nähte Kleider für den Hofstaat des Fürstbischofs von Mainz. Der junge Mann hieß Johannes Butzbach. Seine Memoiren enthalten den ältesten Bericht über die Schneiderei im deutschen Sprachraum. Später war er Prior im Kloster Maria Laach. Es gibt eine lange Liste berühmter Schneider. Einer der bekanntesten war Johann Desch aus Glattbach bei Aschaffenburg. Er gründete 1874 die erste Kleiderfabrik in Aschaffenburg. Damit begann die serienmäßige Kleiderfabrikation. Die Region Bayerischer Untermain etwickelte sich zum Zentrum der Heimschneiderei und der deutschen Herrenkonfektion, in der um 1970 über 30.000 Beschäftigte in mehr als 400 Betrieben arbeiteten. Diese große Epoche wollen wir dokumentieren.

Heute konzentrieren sich die deutschen Bekleidungsfirmen auf die Erstellung von Kollektionen und technischen Standards sowie den Vertrieb. Die eigentliche Produktion findet im Ausland statt. Schon gibt es aber Hinweise, dass durch die fortschreitende Entwicklung der Automation die Kleiderherstellung auch in Europa wieder wirtschaftlich wird.

2. Die Geschichte der Mode

Wir wollen die Geschichte der Bekleidung und der Mode veranschaulichen. In vielen existierenden Museen sind historische Kleidungsstücke zu sehen. Es gibt aber zu wenig Originalteile, um die Geschichte zusammenhängend zu illustrieren. Daher wollen wir neben Originalexponaten auch Reproduktionen zeigen, die nach sorgfältigen Recherchen anhand authentischer Vorlagen angefertigt werden.

Unser Museum soll zur Attraktion für Jung und Alt werden. Ein Cafe, eine unfangreiche Bibliothek von Fachliteratur, sowie eine Anprobierstube mit Gelegenheit für ein Erinnerungsfoto der Besucher im historischen Kleid gehören zum interaktiven Konzept. Exponate für eine Anfangsausstattung des Museums und die ersten Wechselausstellungen, hat unser Verein "INITIATVE SCHNEIDEREI UND MODEMUSEUM e.V." bereits in seiner Sammlung.

 

Modemuseum

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